{"id":12015,"date":"2025-10-13T14:34:00","date_gmt":"2025-10-13T12:34:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.legalsmart.de\/blog\/?p=12015"},"modified":"2025-09-06T20:37:25","modified_gmt":"2025-09-06T18:37:25","slug":"auskunft-bei-schlechter-bewertung-jetzt-auch-vom-e-mail-anbieter-lg-muenchen-25-o-9210-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.legalsmart.de\/blog\/auskunft-bei-schlechter-bewertung-jetzt-auch-vom-e-mail-anbieter-lg-muenchen-25-o-9210-24\/","title":{"rendered":"Auskunft bei schlechter Bewertung: Jetzt auch vom E-Mail-Anbieter!"},"content":{"rendered":"\n<p>Negative Bewertungen k\u00f6nnen f\u00fcr kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen existenzielle Folgen haben. Wenn die Identit\u00e4t der kritischen Verfasser anonym bleibt, stellt sich die Praxisfrage: Wie komme ich an die Daten, die ich f\u00fcr eine Unterlassungs- oder Schadensersatzklage brauche? Eine richtungsweisende Entscheidung des Landgerichts M\u00fcnchen I hat hierzu neue Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt: Unter bestimmten Voraussetzungen m\u00fcssen selbst E\u2011Mail\u2011Anbieter Auskunft \u00fcber Kontoinhaber geben \u2013 selbst wenn die bewertende \u00c4u\u00dferung nicht \u00fcber ihren Dienst ver\u00f6ffentlicht wurde. In diesem Beitrag erl\u00e4utern wir den zugrundeliegenden Sachverhalt, die rechtliche Grundlage (\u00a7 21 TDDDG), die Entscheidung des Gerichts (LG M\u00fcnchen I, Beschluss vom 19.02.2025, Az.: <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=25%20O%209210\/24\" title=\"LG M&uuml;nchen I, 19.02.2025 - 25 O 9210\/24: Zivilrechtlicher Anspruch, Auskunftserteilung, Festset...\">25 O 9210\/24<\/a>), die gerichtliche Begr\u00fcndung und die praktischen Konsequenzen f\u00fcr Unternehmen, Bewertungsplattformen und E\u2011Mail\u2011Anbieter. Au\u00dferdem ordnen wir die Entscheidung in die j\u00fcngere Rechtsprechung ein, erl\u00e4utern Abgrenzungen, die sich aus Entscheidungen anderer Gerichte ergeben, und geben konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr betroffene Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inhalts\u00fcbersicht<\/h2>\n\n\n\n<nav aria-label=\"Inhaltsverzeichnis\">\n<ul>\n<li><a href=\"#sachverhalt\">Sachverhalt: Was war geschehen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#rechtliche-grundlagen\">Rechtliche Grundlage: \u00a7 21 TDDDG im Fokus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#entscheidung-lg-muenchen\">Die Entscheidung des LG M\u00fcnchen I (25 O 9210\/24)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#begruendung\">Die Begr\u00fcndung des Gerichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#abgrenzung-olg-bamberg\">Abgrenzung zur OLG\u2011Bamberg\u2011Entscheidung (6 W 6\/25 e)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#weitere-rechtsprechung\">Weitere Rechtsprechung und Widerspr\u00fcche (u. a. OLG M\u00fcnchen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#praxisfolgen-Unternehmen\">Konsequenzen f\u00fcr Unternehmen und betroffene Akteure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#empfehlungen\">Praktische Handlungsempfehlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#schlussfolgerung\">Schlussfolgerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#cta\">Unterst\u00fctzung von LEGAL SMART<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/nav>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"sachverhalt\">Sachverhalt: Was war geschehen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Automobilunternehmen war auf einer bekannten Arbeitgeber\u2011 und Bewertungsplattform mit zwei kritischen Bewertungen konfrontiert, die \u00fcber mehrere Wochen online standen und nach Ansicht des Unternehmens schwerwiegende Vorw\u00fcrfe enthielten: Aussagen wie \u201eAu\u00dfen hui, innen pfui\u201c, \u201e\u00c4ltere Kollegen werden einfach rausgeworfen\u201c und konkrete Behauptungen zu fehlender Arbeitssicherheit oder Umweltverst\u00f6\u00dfen. Nachdem das Unternehmen eine L\u00f6schung beantragt hatte, wurden die Beitr\u00e4ge durch die Plattform nach Hinweis deaktiviert und sp\u00e4ter dauerhaft entfernt. In einem Vorverfahren wurde die Plattform verpflichtet, die dort hinterlegten E\u2011Mail\u2011Adressen der Verfasser herauszugeben; weitergehende Identit\u00e4tsangaben lagen bei der Plattform nicht vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesen E\u2011Mail\u2011Adressen wandte sich das Unternehmen an den jeweiligen E\u2011Mail\u2011Anbieter (ein gro\u00dfer internationaler E\u2011Mail\u2011Provider) mit dem Ziel, Name und Anschrift der Kontoinhaber zu erlangen, um zivilrechtliche Anspr\u00fcche \u2013 etwa Unterlassung und gegebenenfalls Schadensersatz oder Gegendarstellung \u2013 durchzusetzen. Der E\u2011Mail\u2011Anbieter verweigerte die Herausgabe der Bestandsdaten mit dem Verweis auf datenschutzrechtliche und telekommunikationsrechtliche Schranken; insbesondere machte er geltend, E\u2011Mail\u2011Anbieter seien prim\u00e4r Telekommunikationsdienste im Sinne des TKG und damit nicht in den zwingenden Anwendungsbereich des \u00a7 21 TDDDG einzuordnen. Das Landgericht M\u00fcnchen I musste daher die Frage kl\u00e4ren, ob ein E\u2011Mail\u2011Provider als Anbieter digitaler Dienste i.S.d. \u00a7 21 Abs. 2 TDDDG anzusehen ist und ob der Auskunftsanspruch auch dann besteht, wenn die rechtsverletzende \u00c4u\u00dferung nicht \u00fcber den beanstandeten Dienst selbst verbreitet wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"rechtliche-grundlagen\">Rechtliche Grundlage: \u00a7 21 TDDDG im Fokus<\/h2>\n\n\n\n<p>Der zentrale zivilrechtliche Hebel ist \u00a7 21 des Telekommunikation\u2011Digitale\u2011Dienste\u2011Datenschutz\u2011Gesetzes (TDDDG). Nach dieser Norm kann ein Diensteanbieter zur Herausgabe von Bestandsdaten verpflichtet werden, soweit dies zur Durchsetzung zivilrechtlicher Anspr\u00fcche wegen schwerwiegender Verletzungen absolut gesch\u00fctzter Rechte (etwa Pers\u00f6nlichkeitsrechte) erforderlich ist. Der Gesetzgeber differenziert dabei zwischen Bestandsdaten und Nutzungsdaten; zur Herausgabe berechtigt sind typischerweise Name, Anschrift und E\u2011Mail\u2011Adresse. Nutzungsdaten wie IP\u2011Adressen geh\u00f6ren regelm\u00e4\u00dfig nicht zum Kreis der auskunftspflichtigen Bestandsdaten nach \u00a7 21 TDDDG. Die Vorschrift fungiert damit als Instrument, anonymisierte oder pseudonymisierte \u00dcbermittlungen im Netz durch eine gerichtliche Auskunftspflicht gegen\u00fcber Diensteanbietern zu durchbrechen \u2013 allerdings nur unter engen Voraussetzungen, die eine rechtswidrige, oft strafbare Tatsachenbehauptung voraussetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist zudem die systematische Abgrenzung gegen\u00fcber dem Telekommunikationsgesetz (TKG). Nach dem TKG sind Ausk\u00fcnfte in vielen F\u00e4llen nur Beh\u00f6rden vorbehalten; der E\u2011Mail\u2011Provider argumentierte hier, seine T\u00e4tigkeit falle prim\u00e4r in den Regelungsbereich des TKG, sodass ein privater Auskunftsanspruch nach \u00a7 21 TDDDG nicht greifen k\u00f6nne. Die Auseinandersetzung zwischen TKG\u2011 und TDDDG\u2011Rechtssystemen ist f\u00fcr die Beurteilung der Anwendbarkeit ma\u00dfgeblich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"entscheidung-lg-muenchen\">Die Entscheidung des LG M\u00fcnchen I (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=25%20O%209210\/24\" title=\"LG M&uuml;nchen I, 19.02.2025 - 25 O 9210\/24: Zivilrechtlicher Anspruch, Auskunftserteilung, Festset...\">25 O 9210\/24<\/a>)<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Landgericht M\u00fcnchen I hat mit Beschluss vom 19. Februar 2025 (Az.: <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=25%20O%209210\/24\" title=\"LG M&uuml;nchen I, 19.02.2025 - 25 O 9210\/24: Zivilrechtlicher Anspruch, Auskunftserteilung, Festset...\">25 O 9210\/24<\/a>) dem Auskunftsbegehren der betroffenen Firma weitgehend stattgegeben. Das Gericht verpflichtete den E\u2011Mail\u2011Anbieter, die Herausgabe von Name und Anschrift der Inhaber der streitgegenst\u00e4ndlichen E\u2011Mail\u2011Konten zu erteilen. Die Herausgabe des Geburtsdatums lehnte das Gericht hingegen ab, da dieses zur Verfolgung zivilrechtlicher Anspr\u00fcche nicht erforderlich sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung ist bedeutsam, weil das Gericht einen E\u2011Mail\u2011Provider ausdr\u00fccklich als \u201eAnbieter digitaler Dienste\u201c i.S.d. \u00a7 21 Abs. 2 TDDDG einordnete und damit die Reichweite des Auskunftsanspruchs \u00fcber die reine Plattform\u2011 oder Inhaltsverbreitung hinaus erweiterte. Mit diesem Ergebnis bejaht das Landgericht die sogenannte \u201eKettenauskunft\u201c: ein Anspruch auf Auskunft entlang der Kette der Dienste bis zum Anbieter, der die zur Identifikation erforderlichen Bestandsdaten vorhalten kann \u2013 auch wenn dieser Dienst selbst nicht die rechtsverletzende \u00c4u\u00dferung verbreitet hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"begruendung\">Die Begr\u00fcndung des Gerichts<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Gericht st\u00fctzte seine Entscheidung auf mehrere verkn\u00fcpfte Erw\u00e4gungen. Zun\u00e4chst stellte es fest, dass ein E\u2011Mail\u2011Dienst naturgem\u00e4\u00df dem Empfang und Versand elektronischer Nachrichten dient und damit unter die weite Legaldefinition eines \u201edigitalen Dienstes\u201c f\u00e4llt. Der Dienst werde elektronisch erbracht, sei regelm\u00e4\u00dfig entgeltlich oder werde durch Datenverarbeitung \u201equasi entlohnt\u201c und erf\u00fclle damit die Kriterien eines Anbieters digitaler Dienste auch nach Bezugnahme auf die einschl\u00e4gigen Definitionen im Digital Services\u2011 Umfeld.<\/p>\n\n\n\n<p>Die blo\u00dfe Parallelit\u00e4t zur Einordnung als Telekommunikationsdienst reiche nicht aus, um eine Anwendbarkeit des \u00a7 21 TDDDG auszuschlie\u00dfen. Weder Wortlaut noch Systematik des TKG w\u00fcrden \u2013 so das Gericht \u2013 einer kumulativen oder parallelen Anwendung entgegenstehen. Eine ausschlie\u00dfliche Beschr\u00e4nkung auf das TKG k\u00f6nne nicht sinnvoll sein, da das TDDDG gerade das Ziel verfolge, Betroffenen zivilrechtliche Rechtsverfolgung zu erm\u00f6glichen und Schutzl\u00fccken zu schlie\u00dfen, die entst\u00fcnden, wenn die Auskunftspflicht nur gegen den unmittelbar bei der Ver\u00f6ffentlichung beteiligten Dienst geltend gemacht werden k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Bejahung des Auskunftsanspruchs war ferner die Pr\u00fcfung, ob die beanstandeten Bewertungen einen \u201erechtswidrigen Inhalt\u201c im Sinne des \u00a7 21 Abs. 2 TDDDG darstellten. Das Gericht differenzierte zwischen rein bewertenden Sterneangaben einerseits und konkreten Tatsachenbehauptungen andererseits. W\u00e4hrend simple Sternebewertungen h\u00e4ufig als durch die Meinungsfreiheit gedeckt angesehen werden, enthielten die streitigen Bewertungen konkrete und behauptete Tatsachen (etwa das gezielte Entsorgen von \u00d6l, angebliche Umweltverst\u00f6\u00dfe oder systematische Entlassungen \u00e4lterer Mitarbeiter). Das Gericht sah in diesen konkreten Vorw\u00fcrfen ehrverletzende und potenziell strafbare \u00c4u\u00dferungen (z.B. Verleumdung, \u00fcble Nachrede) und damit die erforderliche Rechtswidrigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gewicht der Sachaufkl\u00e4rung wurde durch eine eidesstattliche Versicherung des Unternehmens gest\u00fctzt, dass die behaupteten Tatsachen unwahr seien, und dadurch, dass die Verfasser die Gelegenheit zur Stellungnahme gegen\u00fcber der Plattform nicht genutzt hatten. Vor diesem Hintergrund erschien die Herausgabe von Name und Anschrift als erforderlich und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig, w\u00e4hrend das Geburtsdatum zur Verfolgung zivilrechtlicher Anspr\u00fcche nicht notwendig war.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders hervorzuheben ist die ausdr\u00fcckliche Zur\u00fcckweisung des Arguments, \u00a7 21 TDDDG setze eine direkte Verbindung zwischen dem Diensteanbieter und der Verbreitung des rechtsverletzenden Inhalts voraus. Das Gericht stellte klar, dass der Sinn der Norm gerade darin bestehe, die Identifikation eines Verletzers zu erm\u00f6glichen, selbst wenn der Dienst, bei dem die relevanten Bestandsdaten vorliegen, nicht zugleich als Verbreitungsplattform fungierte. Andernfalls w\u00fcrde die Norm in vielen F\u00e4llen wirkungslos bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"abgrenzung-olg-bamberg\">Abgrenzung zur OLG\u2011Bamberg\u2011Entscheidung (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=6%20W%206\/25\" title=\"6 W 6\/25 (3 zugeordnete Entscheidungen)\">6 W 6\/25<\/a> e)<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Rechtsprechung ist jedoch nicht einheitlich. Bereits zuvor hatte das Oberlandesgericht Bamberg in seinem Beschluss vom 16. Juni 2025 (Az.: <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=6%20W%206\/25\" title=\"6 W 6\/25 (3 zugeordnete Entscheidungen)\">6 W 6\/25<\/a> e) den Auskunftsanspruch restriktiver beurteilt. In jenem Fall legte das OLG strenge Ma\u00dfst\u00e4be an: Es lehnte die Herausgabe von IP\u2011Adressen wegen der klaren Abgrenzung zwischen Bestandsdaten und Nutzungsdaten ab und sah die Voraussetzungen f\u00fcr die Annahme einer strafbaren Tatsachenbehauptung bzw. Schm\u00e4hkritik inhaltlich nicht als erf\u00fcllt an. Die Bamberg\u2011Entscheidung betonte die hohe Schutzw\u00fcrdigkeit der anonymen Kritik und stellte in vielen F\u00e4llen die Meinungsfreiheit \u00fcber die Interessen einer Unternehmensgruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend das LG M\u00fcnchen I in seinem Fall konkrete, nach Auffassung des Gerichts unwahre und ehrverletzende Tatsachenbehauptungen sah, die den \u00a7 21 TDDDG\u2011Anspruch begr\u00fcndeten, zeigt die OLG\u2011Bamberg\u2011Rechtsprechung, dass h\u00e4ufig bereits die Frage, ob ein objektivierbarer Tatsachenkern vorliegt, die Erfolgsaussichten eines Auskunftsbegehrens entscheidend beeinflusst. Die Bamberg\u2011Entscheidung ist damit ein deutlicher Gegenakzent und stellt eindr\u00fccklich klar, dass die H\u00fcrden f\u00fcr die Identifikation anonymisierter Nutzer bewusst hoch aufgeh\u00e4ngt sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"weitere-rechtsprechung\">Weitere Rechtsprechung und Widerspr\u00fcche (u. a. OLG M\u00fcnchen)<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Rechtslage bleibt dynamisch. In dem bereitgestellten Material ist zudem eine sp\u00e4tere Entscheidung des Oberlandesgerichts M\u00fcnchen (Beschluss vom 26. August 2025, Az.: <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=18%20W%20677\/25\" title=\"OLG M&uuml;nchen, 26.08.2025 - 18 W 677\/25: Auskunftspflicht &uuml;ber, Telekommunikationsdienste, Intern...\">18 W 677\/25<\/a> Pre e) erw\u00e4hnt, die die Entscheidung des Landgerichts M\u00fcnchen I aufgehoben und den Auskunftsantrag abgewiesen hat. In dieser Entscheidung argumentierte das OLG M\u00fcnchen, E\u2011Mail\u2011Anbieter seien keine Anbieter digitaler Dienste im Sinne des \u00a7 21 TDDDG, da interpersonelle Kommunikationsdienste explizit aus dem Anwendungsbereich der Richtlinie und damit aus dem DDG\u2011Begriff herauszufallen schienen. Nach dieser Lesart seien E\u2011Mail\u2011Dienste \u2013 als Telekommunikationsdienste\/Kommunikationsdienste \u2013 nicht zur Auskunft nach \u00a7 21 TDDDG verpflichtet. Das OLG machte zudem systematische und europarechtliche Erw\u00e4gungen geltend und verwies auf eine Rolle des Gesetzgebers bei der Schlie\u00dfung m\u00f6glicher Schutzl\u00fccken, etwa durch die Auskunft \u00fcber IP\u2011Adressen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese divergierenden Entscheidungen zeigen: Die Abgrenzung, ob ein Anbieter als \u201edigitaler Dienst\u201c erfasst ist, ist streitentscheidend. Sie h\u00e4ngt von der Interpretation des nationalen Gesetzesrahmens, seiner Bezugnahme auf europ\u00e4ische Definitionen und der systematischen Lekt\u00fcre des TDDDG\/ DDG ab. Bis zu einer h\u00f6chstrichterlichen Kl\u00e4rung (etwa durch den Bundesgerichtshof) bleibt damit Rechtsunsicherheit bestehen. Betroffene Unternehmen sollten diese Unsicherheit bei der Einsch\u00e4tzung von Erfolgsaussichten ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"praxisfolgen-Unternehmen\">Konsequenzen f\u00fcr Unternehmen und betroffene Akteure<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Unternehmen, die durch negative Bewertungen gesch\u00e4digt werden, bringt die Entscheidung des LG M\u00fcnchen I sowohl Chancen als auch Einschr\u00e4nkungen. Die positive Nachricht: Dort, wo Bewertungen konkrete, unwahre Tatsachenbehauptungen enthalten, die geeignet sind, den Gesch\u00e4ftsruf erheblich zu beeintr\u00e4chtigen, besteht nach der M\u00fcnchener Entscheidung ein gangbarer Weg zur Identifikation der Verfasser. Dieser Weg f\u00fchrt nicht zwingend \u00fcber die Plattform allein, sondern gegebenenfalls \u00fcber die Kaskade von Diensteanbietern bis hin zum E\u2011Mail\u2011Provider, sofern dieser Bestandsdaten bereith\u00e4lt und die gesetzlichen Voraussetzungen nach \u00a7 21 TDDDG vorliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die rechtliche Lage ist aber nicht universell: In F\u00e4llen, in denen die \u00c4u\u00dferungen \u00fcberwiegend meinungsartig oder \u00fcberspitzt sind und einen sachlichen Kern aufweisen, wird die Meinungsfreiheit regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberwiegen. Die OLG\u2011Bamberg\u2011Entscheidung macht klar, dass die Schwelle zur Aufhebung der Anonymit\u00e4t hoch gesetzt ist. Ferner besteht weiterhin das Risiko, dass regionale Gerichtsurteile (z. B. Landgerichte) von Oberlandesgerichten aufgehoben werden k\u00f6nnen. Unternehmen sollten deshalb stets die Erfolgsaussichten empirisch pr\u00fcfen und bei Risikobewertungen die M\u00f6glichkeit einer gegenteiligen Entscheidung durch eine h\u00f6here Instanz ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr E\u2011Mail\u2011Anbieter bedeutet die Diskussion, dass sie vermehrt mit Auskunftsantr\u00e4gen rechnen m\u00fcssen. Anbieter sollten ihre internen Prozesse zur Bearbeitung gerichtlicher Auskunftsantr\u00e4ge pr\u00fcfen, rechtliche Analysen zur Frage anfertigen, ob \u00a7 21 TDDDG gilt, und technische sowie datenschutzrechtliche Vorkehrungen treffen, um Auskunftsanfragen rechtssicher zu beantworten. Gleichzeitig sehen sich Anbieter potenziell einem Interessenkonflikt zwischen dem Schutz der informationellen Selbstbestimmung ihrer Nutzer und den berechtigten Interessen Gesch\u00e4digter gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Plattformbetreiber ist wichtig, dass auch eine unverz\u00fcgliche L\u00f6schung rechtswidriger Inhalte nicht automatisch einen Anspruch auf Auskunft ausschlie\u00dft; die Rechtslage h\u00e4ngt vom Einzelfall ab. Manche Gerichte (etwa OLG K\u00f6ln) haben zwar entschieden, dass eine sofortige L\u00f6schung einen Auskunftsanspruch ausschlie\u00dfen kann, doch andere Entscheidungen lassen hier Spielraum. Plattformbetreiber sollten daher weiterhin klare Melde\u2011 und L\u00f6schprozesse sowie Dokumentationsmechanismen einrichten, um sowohl Nutzerrechte als auch m\u00f6gliche zivilrechtliche Auskunftspflichten nachvollziehbar zu bearbeiten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"empfehlungen\">Praktische Handlungsempfehlungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Unternehmen, die mit rufsch\u00e4digenden Bewertungen konfrontiert sind, sollten strategisch und sachorientiert vorgehen. Zun\u00e4chst ist eine n\u00fcchterne Analyse des Inhalts zwingend: Welche Passagen sind klar sachlich\u2011tats\u00e4chlich behauptend und damit \u00fcberpr\u00fcfbar? Wo handelt es sich um wertende, \u00fcberspitzte oder satirische Formulierungen, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sein d\u00fcrften? Ein erfolgreiches Auskunftsverfahren setzt regelm\u00e4\u00dfig voraus, dass die beanstandeten \u00c4u\u00dferungen zumindest potenziell strafrechtlich relevant sind (z. B. \u00fcble Nachrede, Verleumdung, Beleidigung).<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die Voraussetzungen vorliegen, ist der n\u00e4chste Schritt die gerichtliche Geltendmachung eines Auskunftsanspruchs gegen den direkt erreichbaren Diensteanbieter (z. B. das Bewertungsportal). H\u00e4ufig liefert dieser Anbieter bereits E\u2011Mail\u2011Adressen, aber nicht den Klarnamen. Ist dies der Fall, kommt eine Kaskade von Antr\u00e4gen gegen weitere Dienste in Betracht \u2013 etwa gegen den E\u2011Mail\u2011Provider. Unternehmen sollten hierbei jedoch die Kostenhaftung sowie die erforderliche Substantiierung beachten: Gerichtliche Verfahren sind nicht risikolos, und die Kosten werden typischerweise vom Antragsteller getragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alternativ oder erg\u00e4nzend zur gerichtlichen Auskunft kann es sinnvoll sein, parallel Kommunikations\u2011 und Reputationsmanagementma\u00dfnahmen zu ergreifen: sachliche Reaktion auf Bewertungen, Verbesserung interner Prozesse, proaktive Kundenkommunikation und Monitoring. Wo m\u00f6glich, sollte versucht werden, eine einvernehmliche Kl\u00e4rung mit der Plattform zu erreichen, insbesondere wenn eine rasche Schadensbegrenzung Priorit\u00e4t hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"schlussfolgerung\">Schlussfolgerung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung des Landgerichts M\u00fcnchen I (Az.: <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=25%20O%209210\/24\" title=\"LG M&uuml;nchen I, 19.02.2025 - 25 O 9210\/24: Zivilrechtlicher Anspruch, Auskunftserteilung, Festset...\">25 O 9210\/24<\/a>) markiert einen bedeutsamen Rechtsentwicklungsimpuls: Unter engen, aber konkret identifizierten Voraussetzungen kann ein Auskunftsanspruch nach \u00a7 21 TDDDG auch gegen\u00fcber E\u2011Mail\u2011Anbietern bestehen \u2013 und zwar unabh\u00e4ngig davon, ob die streitigen \u00c4u\u00dferungen \u00fcber deren Dienste verbreitet wurden. Das Gericht hat damit eine gezielte L\u00fccke geschlossen, die in F\u00e4llen entstehen w\u00fcrde, in denen Plattformen lediglich E\u2011Mail\u2011Adressen speichern. Gleichzeitig dokumentiert die divergente Rechtsprechung (z. B. OLG Bamberg, Az.: <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=6%20W%206\/25\" title=\"6 W 6\/25 (3 zugeordnete Entscheidungen)\">6 W 6\/25<\/a> e, und landgerichtliche Aufhebungen durch OLG) die bestehende Rechtsunsicherheit. Bis eine h\u00f6chstrichterliche Kl\u00e4rung erfolgt, ist mit einer spannungsreichen Abw\u00e4gung zwischen dem Schutz der Meinungsfreiheit und dem Interesse an einer effektiven zivilrechtlichen Rechtsverfolgung zu rechnen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr betroffene Unternehmen bedeutet dies: Dort, wo Bewertungen durch \u00fcberpr\u00fcfbare, unwahre Tatsachenbehauptungen die Grenze zur Rechtswidrigkeit \u00fcberschreiten, steht ein m\u00f6glicher Auskunftsweg offen, der auch E\u2011Mail\u2011Provider erfassen kann. F\u00fcr viele F\u00e4lle bleibt jedoch die Meinungsfreiheit ein starker Schutzschirm. Sorgfalt, eine faktenbasierte Argumentation und strategisches Prozessmanagement sind entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"cta\">Unterst\u00fctzung von LEGAL SMART<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn Ihr Unternehmen mit rufsch\u00e4digenden Bewertungen konfrontiert ist und Sie pr\u00fcfen m\u00f6chten, ob ein Auskunfts\u2011 oder Unterlassungsanspruch erfolgversprechend ist, unterst\u00fctzen wir Sie praxisorientiert: Wir analysieren die beanstandeten Inhalte, bewerten die Erfolgsaussichten eines Auskunftsantrags nach \u00a7 21 TDDDG und begleiten Sie bei der gerichtlichen Umsetzung oder der au\u00dfergerichtlichen L\u00f6sung. Kontaktieren Sie LEGAL SMART f\u00fcr eine fundierte Ersteinsch\u00e4tzung und konkrete n\u00e4chste Schritte zur Sicherung Ihres guten Rufs.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Negative Bewertungen k\u00f6nnen f\u00fcr kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen existenzielle Folgen haben. Wenn die Identit\u00e4t der kritischen Verfasser anonym bleibt, stellt sich die Praxisfrage: Wie komme ich an die Daten, die ich f\u00fcr eine Unterlassungs- oder Schadensersatzklage brauche? Eine richtungsweisende Entscheidung des Landgerichts M\u00fcnchen I hat hierzu neue Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt: Unter bestimmten Voraussetzungen m\u00fcssen selbst E\u2011Mail\u2011Anbieter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[9192,9194,9196,691,692,5564,9193,9197,5050,9195,9198],"class_list":["post-12015","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-internetrecht","tag-21-tdddg","tag-25-o-9210-24","tag-6-w-6-25-e","tag-auskunft","tag-auskunftsanspruch","tag-bewertungsplattform","tag-e-mail-anbieter","tag-kettenauskunft","tag-lg-muenchen-i","tag-olg-bamberg","tag-reputationsmanagement"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v25.8 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Auskunft bei schlechter Bewertung: Jetzt auch vom E-Mail-Anbieter! | LEGAL SMART Online Blog<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.legalsmart.de\/blog\/auskunft-bei-schlechter-bewertung-jetzt-auch-vom-e-mail-anbieter-lg-muenchen-25-o-9210-24\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Auskunft bei schlechter Bewertung: Jetzt auch vom E-Mail-Anbieter! | LEGAL SMART Online Blog\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Negative Bewertungen k\u00f6nnen f\u00fcr kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen existenzielle Folgen haben. 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